Love is a killer (Blogroman)
Dienstag, 26. Februar 2013
Einfach angewidert
Als ich an diesem Morgen nach Hause ging war mir irgendwie nicht ganz wohl.
Auch wenn ich es niemals zugeben würde, machte mir diese Love ein wenig Angst.
Meinen Mp3 aufgedreht schlenderte ich durch die gerade munter werdende Stadt, darauf bedacht nicht groß nachzudenken.
Ich hörte so zwar nichts, aber da ich meine Brille trug war das kein Problem, ich sah ja genug.
Und Autos fuhren momentan auch noch keine.
Ich hatte mich nicht einmal von William verabschiedet, dachte ich. Ich war einfach verschwunden, während er kurz auf Toilette war.
Nicht gerade die feine englische Art, aber diese Bar widerte mich einfach zu sehr an, als dass ich noch länger geblieben wäre.
Ich seufzte. Wahrscheinlich war ich einfach zu müde.
Eine Stunde später, gegen 7 Uhr früh, lag ich bereits in meinem schönen weichen Bett und machte mir keine Gedanken mehr über diese seltsame Gestalt, die mir mein rothaariger Freund da vorgestellt hatte. Kaum hatte ich die Augen geschlossen, war ich auch schon weit weg, in wilden verworrenen Träumen über zwielichte Bars und Frauen mit endlos langen Beinen.

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Sonntag, 24. Februar 2013
Autorin
Ich lächelte höflich zurück, konnte allerdings nur schlecht verbergen dass mir unwohl in ihrer Gegenwart war.
Welchem weiblichen Wesen würde in ihrer Gegenwart nicht unwohl werden?
Groß, schlank, gutaussehend und mit einer fast schon erdrückenden Ausstrahlung.
Inspirierend?
Nunja, im Moment noch nicht. Eher blockierend. Ich wüsste nicht wie ich sie in meine Geschichte hätte mit einbringen können.
Ich wusste nicht einmal wie ich mich in das Gespräch zwischen ihr und William einbringen sollte.
„Ich hatte dir ja schon erzählt das Mary Autorin ist.“, sagte William und wirkte ein wenig so als wolle er prahlen.
Obwohl er sehr viel besser schrieb als ich, hatte ich bereits einen Vertrag. Ja, als Autorin, bei einem richtig echten Verlag.
„Ja, das hattest du.“, bestätigte Love und die Selbstsicherheit die William zuvor in mir auslöste, wurde kurzerhand von ihrem Lächeln zunichte gemacht.
Zu strahlend und zu süß war es, als dass ich weiterhin auf mich vertrauen konnte.
Ich befürchtete ihr nicht widerstehen zu können, egal was sie verlangen würde.
Das erinnerte mich an meine erste Begegnung mit William und ließ mich schnell wieder zu klarem Verstand kommen.
Sie war sicherlich auch nur ein Mensch, dachte ich, während ich verstohlen zu William sah.
„Und eine ziemlich gute noch dazu. Jedenfalls hat sie im Moment ein kleines Problem. Normalerweise schreibt sie Liebesromane, aber der Verlag möchte dieses Mal etwas anderes. Etwas düsteres, geheimnisvolles, was bei den Leuten Gänsehaut hervorruft. Weißt du was ich meine?“ Anschaulich gestikulierend hatte William es ihr erklärt.
Je mehr Sekunden verstrichen, desto peinlicher war mir die Situation.
Wieso fragte ich nochmal ausgerechnet IHN, bei solchen Themen? Achja, weil er der einzige Freund war, den ich hatte.
„Ja, ich verstehe, aber was hat das mit mir zu tun?“, fragte sie nun und schaute ihn mit großen fragenden Augen an.
Er grinste schelmisch, versuchte dann jedoch bittend zu wirken.
Als hätten sie eine unterschwellige Kommunikation am Laufen runzelte sie die Stirn.
Irgendetwas schien ihr nicht zu passen, während Williams Blick immer welpenartiger wurde und ich mir ein ‚Awww~‘ kaum verkneifen konnte.
Sie verdrehte die Augen und meinte, mit ernstem Blick: „Darüber reden wir noch.“
Dann drehte sie sich zu mir und sah mir direkt in die Augen.
Schnell setzte sie ein entschuldigendes Lächeln auf.
„Tut mir Leid, dass ich so spät bin, aber ich hatte noch etwas Wichtiges zu erledigen. Du bist sicher müde, wie wäre es wenn wir uns heute Abend treffen. Genau hier, aber etwas früher. Ist dir 22 Uhr recht?“, rauschte ihre Stimme durch meinen Kopf.
Bevor ich lange genug darüber nachdenken konnte, schoss es bereits aus mir heraus.
„Ja, natürlich, das ist gar kein Problem.“
Love lächelte zuckersüß und stieß ein freudiges „Toll.“, aus.
Daraufhin umarmte sie mich noch einmal, William ebenso, und verließ die Bar wieder.

Was genau hatte ich gerade nochmal zugestimmt?

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Freitag, 15. Februar 2013
Troublemaker
Die Musik hallt aus dem anderen Raum wieder, nur schwach vernehmen beide das neue Lied. Sich tief in die Augen blickend, fest an aneinander gepresst, können sie nicht mehr anders als einander zu küssen. Ihre Liebe brenn-


„Was schreibst du da?“
Erschrocken riss ich das Blatt vom Tresen und versteckte es hinter meinem Rücken.
William grinste mich frech an, im Wissen mich erwischt zu haben.
Seine roten Haare hingen ihm strähnig in die Stirn und seine grünen Augen blitzten kurz in dem vorbei laufenden Scheinwerferlicht auf. Er trug heute mal ein schlichtes schwarzes Hemd und schwarze Jeans. Dazu seine Springer, die ich ja schon kannte. Ich wunderte mich, wo er seinen Zylinder gelassen hatte und grinste innerlich.
„Das muss dir doch nicht peinlich sein, kleine Mary.“, lachte er.
Ich verzog das.
„Ist es nicht. Ich will nur nicht dass du es liest.“, konterte ich bissig.
Das wäre es noch gewesen. ER liest meine Geschichten. Pff. Da könnte ich mir ja gleich ein Grab schaufeln, weil ich vor Scham sicherlich umkäme.
Wieder lachte er und leerte sein, ohnehin schon fast leeres, Bierglas mit einem Zug.
Wir saßen in einer Bar. Oder so etwas in der Art. Ich weiß nicht wie man so etwas nennt, normalerweise geh ich nicht sehr oft aus.
William hatte mich dazu überredet mal etwas zu unternehmen, um es in seinen Worten auszudrücken. Er sagte auch, diese hier sei die beste Bar in der ganzen Stadt.
Nunja. Wenn dem wirklich so war, dann tat mir diese Stadt echt leid.
Die Bar war klein, schäbig und miefte nach Bier und Schweiß.
Es gab zwar eine Bühne, aber soweit ich von William wusste trat da meist dieselbe Band auf.
Er kannte nicht einmal ihren Namen. Echt schade, die Jungs waren gut.
Viele Leute waren auch nicht da, nur wir und einige Schnapsleichen.
Ein Blick auf die Uhr verriet mir auch wieso.
„William, es ist schon fast 5 Uhr früh, ich sollte langsam heim.“ Doch als ich aufstand hielt er mich am Arm fest und sah mich bittend an.
„Noch nicht, ok? Warte noch etwas, sie müsste gleich da sein.“
Ich seufzte. Stimmt ja, er wollte mir ja jemanden vorstellen.
Die Frau die mich inspirieren sollte.
„Sie ist bereits 4 Stunden zu spät, sie kommt sicher nicht mehr.“, versuchte ich ihn zu überzeugen, aber er ließ nicht locker. „Wart’s ab.“, sagte er nur und richtete seinen Blick zur Tür.
Das momentane, ruhige, Lied endete und wie auf Kommando öffnete sich die Tür.
Herein kam eine große, schlanke blasse Frau mir scheinbar endlos langen Beinen und langen glatten dunkelblonden Haaren, die im schwachen Licht leicht glänzten.
Sie trug enge Jeans, schwarze Chucks und ein schlichtes schwarzes Top. Ihr einziges Accessoire war ein breiter, brauner Ledergürtel und schwarze Schnürsenkel um beide Handgelenke gebunden.
Sie tauschte ein Lächeln mit dem Sänger und Gitarristen der Band, die vorn spielte und kam dann direkt zu uns.
Im Hintergrund wurde zu Troublemaker von Olly Murs angesetzt. Zumindest klang es einigermaßen so. Wohl neu interpretiert, nicht ganz so poppig sondern rauer, etwas rockiger, aber es gefiel mir. Obwohl ich auf so was eigentlich nicht stand.
Etwas sagte mir dass das Lied auf SIE bezogen war.
William und die Unbekannte umarmten sich herzlich und begrüßten sich ausgiebig. Sie kannten sich scheinbar ziemlich gut.
Sie nannte ihn Bruderherz, was mich aufatmen ließ, welches wiederrum dazu führte dass ich rot wurde, da ich doch überhaupt keinen Grund dazu hatte in irgendeiner Weise eifersüchtig zu sein. Schon gar nicht wenn es um William ging. Einen Typen den ich vielleicht seit 3 Monaten kannte.
„Schwester, dass ist das Mädchen von dem ich dir erzählt habe.“, riss es mich aus meinen Gedanken.
Als ich den Blick wieder hebte starrten mich ein grünes und ein blaues Augenpaar an.
Das Blaue gehörte IHR. Direkt und durchdringend. Unangenehm nicht unbedingt, aber undurchdringlich.
Ok, vielleicht doch unangenehm. Ich lächelte nervös und reichte ihr die Hand.
Sie jedoch lachte nur warm und umarmte mich genauso wie sie zuvor William umarmte.
„Freut mich sehr dich kennen zu lernen, Mary. Mein Name ist Love.“, lächelte sie, während im Hintergrund diese raue Stimme sang:
There must be poison in those fingertips of yours
Cause I keep comin' back again for more

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Love Is A Killer
So, liebe Leute. :)
Das hier wird ein Blogroman (wie man ja am Titel erkennt).
Kommentare sind logischerweise immer willkommen.
Rein lesen kann jeder der will, ich würde mich sehr freuen ^^

Es wird keine Liebesgeschichte, zumindest nicht im altbekannten Sinne.
Geschrieben wird sie aus der Ich-Perspektive, handelt jedoch nicht von dieser, sondern mehr von einer Gruppe, deren Anführerin Love heißt.

Lasst euch überraschen.

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